Grinsender Hund auf dem Rücken liegend

Zahnpflege beim Hund

Die richtige Zahnpflege beim Hund wird gerne mal vergessen. Der Hund stammt schließlich vom Wolf ab und der hatte auch keine Zahnbürste dabei.

Der Unterschied ist jedoch, dass der Wolf seine Beute noch richtig zerlegen musste und seine Zähne wesentlich intensiver einsetzen musste. Auch das Fell des Beutetieres hatte eine leicht reinigende Wirkung.

Heute bekommt der moderne und zahme Hauswolf nicht nur zu festen Zeiten sein Futter, nein es ist sogar praktisch im Futtersack oder in der Dose. Ruckzuck geöffnet und ruckzuck gefuttert.

Der Nachteil beim industriellen Fertigfutter sind die oftmals versteckten Zusatzstoffe, minderwertigen Zutaten und der hohe Kohlenhydratanteil (Trockenfutter hat immer zwischen 35-60% Kohlenhydrate).

Inzwischen leiden immer mehr Hunde an Zahnproblemen. Bereits ab dem 3. Lebensjahr nehmen die Beschwerden immer weiter zu.

In diesem Blogbeitrag schauen wir uns an, warum die Zahngesundheit so wichtig ist und welche Erkrankung besonders häufig auftreten.

Inhaltsverzeichnis

Warum ist die Zahngesundheit wichtig für deinen Hund?

Die Zähne eines Hundes sind nicht nur zum Kauen des Futters verantwortlich. Sie spielen eine entscheidende Rolle für sein Wohlbefinden und seine allgemeine Gesundheit. Folgende Gründe gibt es, weshalb die Zahnpflege so wichtig ist:

Vermeidung von ernsthaften Gesundheitsproblemen

Zahnerkrankungen können nicht nur zu Zahnverlust führen, sondern auch ernsthafte Auswirkungen auf die inneren Organe haben. Bakterien aus dem Mund können bei geschädigten Zähne und Zahnfleisch in den Blutkreislauf gelangen und sich bis zum Herz, der Leber und der Niere vorarbeiten.

Es kann zu Schädigungen der Organe führen und sogar Gelenkserkrankungen begünstigen.

Zahnverlust

Wenn die Zähne nicht gepflegt werden, kann es bis zum Zahnverlust kommen. Aber wie kommt es überhaupt soweit?
Durch die tägliche Nahrungsaufnahme und durch Bakterien kommt es zu Plaque. Plaque ist ein Biofilm, der noch weich ist und sich leicht entfernen lässt. Wird dieser Plaque jedoch nicht entfernt, wird er immer fester, es kommt zur Mineraliserung und der Verhärtung von Plaque (es entsteht Zahnstein). Mit dem Fortschreiten des Zahnstein entstehen Zahnfleischentzündungen, die wiederum den Zahnhalteapparat angreifen. Bakterien “borhen” sich immer weiter hoch und somit gelangen diese in die Blutbahn.

Zahnstein – Beginn eines üblen Kreislaufs

Die häufigsten Zahnprobleme beim Hund ist der Zahnstein, der wiederum aus gefestigtem Plaque entsteht.

Plaque ist ein Biofilm, der sich aus Salzen, Bakterien und Essenresten zusammensetzt. Er ist zunächst weich und lässt sich auch gut entfernen. Fahre dir nach dem Essen oder nach dem morgendlichen Aufstehen einmal mit der Zunge über die Zähne. Wir merken sehr schnell, dass es Stellen gibt, die sich nicht glatt anfühlen. Diese Schicht ist der besagte Plaque.

Wir der Plaque nicht ausreichend entfernt, verfestigt er sich und wird richtig hart. Dies geschieht bereits nach ca.  12 Tagen. Der gefestigte Zahnstein kann wiederum zu Zahnfleischentzündungen führen. Diese Entzündungen sind quasi das Tor für die Bakterien, um in den Blutkreislauf zu gelangen und sich ihren Weg zu den Organen zu bahnen. Die Auswirkungen dabei habe ich bereits kurz erläutert: Erkrankungen der Organe und der Gelenke.

Die Neigung zu Zahnstein ist teilweise genetisch bedingt und hängt auch mit der Zusammensetzung des Speichels zusammen. Wir können also quasi zwei identische Hunde haben (gleiches Alter, gleiche Rasse, gleiche Ernährung) und dennoch kann einer der beiden Hunde top Zähne haben und der andere neigt viel schneller zu Zahnsteinbildung.

Weitere Erkrankungen

Es gibt noch zahlreiche weitere Erkrankungen, wie Karies, Parodontitis, Zahnfleischerkrankungen, Zahnfehlstellungen.

Du siehst, es kann viele Folgen haben und alle führen dazu, dass das Wohlbefinden deines Lieblings darunter leidet, dein Hund ernsthafte Erkrankungen bekommen kann und im schlimmsten Fall wird die Lebenszeit drastisch verkürzt. Deshalb ist es sehr wichtig, die Zahnpflege ernst zu nehmen!

Grinsender Hund

Vorsicht! Das hilft nicht!

Nicht alles hilft, auch wenn uns das die Unternehmen gerne weiß machen möchten. Es gibt auch Dinge, die wir definitiv vermeiden sollten, da es tatsächlich schädigt. Von daher gehe ich im Nachfolgenden auf ein paar Dinge ein, die du beachten solltest.

Trockenfutter – hilft es wirklich?

Es gilt als weit verbreitete Aussage, dass Trockenfutter gegen Zahnstein hilft, weil Hunde das Futter länger kauen müssen. Diese Aussage ist einfach schlichweg falsch!

Ich habe es bereits am Anfang erwähnt: Trockenfutter besteht aus 35-60% Kohlenhydrate und einer der Hauptgründe für Plaque, Zahnstein und angegriffenem Zahnschmelz sind Kohlenhydrate! Wie also soll ein Trockenfutter dazu beitragen, Zahnbelag und Zahnstein zu verhindern, wenn er große Mengen des Hauptverursachers enthält? Das Futter bleibt außerdem an den Zähnen hängen und die Zusammensetzung des Speichels kann sich durch das Trockenfutter negativ verändern.

Aber auch Nassfutter hat keine reinigende Wirkung, des Nassfutter ist meist etwas klebrig und bleibt einfach an den Zähnen haften.

Vorsicht vor Tennisbällen und Geweihen!

Richtig gelesen: Tennisbälle können zu schlechten Zähnen führen.. Das Material des Tennisballs hat eine schmirgelnde Wirkung und kann den Zahnschmelz angreifen.

Auch Geweihstücke sind eher ungeeignet. Geweihe sind sehr hart und können zu feinsten Mikrorissen in den Zähnen führen.

Zähne vom Hund von vorne

Die richtige Zahnpflege

Es gibt eine Menge Produkte am Markt, die alle versprechen zu helfen.

Sprays, Pulver, Funktionssnacks, Kausnacks und natürlich ganz klassisch: Zahnbürste und Zahncreme.

Wie eben schon erwähnt gibt es Hunde, die stärker zu Zahnstein neigen als andere.

Manche Hunde bekommen mehrmals die Woche einen Kausnack und alles ist gut. Andere Hunde bekommen mehrmals die Woche einen Kausnack und trotzdem bildet sich Zahnbelag und Zahnstein.

Genetik spielt eine Rolle. Kleine Hunde und kurzköpfige Hunde haben oftmals mehr mit Zahnstein und weiteren Zahnproblemen zu kämpfen, als andere Hunde. Dennoch ist eines ist aber immer wichtig: Achte darauf, dass dein Hund nicht übermäßig viele Kohlenhydrate bekommt, überprüfe regelmäßig das Zahnfleisch, die Maulhöhle und die Zähne und kümmere dich aktiv um die Zahnpflege.

Du kannst eine Babyzahnbürste, einen Fingerling oder auch eine Hundezahnbürste verwenden. Dazu eine Hundezahncreme (bitte keine Zahncreme für uns Menschen) und dann wird geputzt.

Und was ist mit den anderen Produkten (Spray, Dentalkaustangen usw.)??

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Meine Meinung

Wir selbst gehen einmal im Jahr zum Zahnarzt und lassen die Zähne kontrollieren. Wir lassen eine professionelle Zahnreinigung machen, da der Zahnarzt an Stellen kommt, die wir selbst nie erreichen werden. Uns ist es bewusst, dass wir mindestens zweimal am Tag die Zähne putzen müssen. Jeder von uns hatte sicherlich schon einmal Zahnschmerzen und weiß, wie schlimm das sein kann. Wir wissen, dass wir unsere Zähne vor Karies und weiteren Erkrankungen schützen können, indem wir sie pflegen. Wir wissen auch, dass Zahnerkrankungen schwerwiegende Folgen haben können.

Wieso also wird all das, was uns bewusst ist, so oft bei unserem Hund nicht berücksichtigt?

Wieso werden Ausreden gesucht, dass all das nicht möglich sei, weil der Hund einen nicht an die Zähne lässt?
Kleine Kinder haben oftmals doch auch keine Lust auf’s Zähne putzen und dennoch sagt keiner: “Ja gut, dann halt nicht. Dann werden eben keine Zähne geputzt.”

Ich verstehe nicht, dass bei unserem geliebten Vierbeiner für alles, das ungemütlich sein kann, eine Ausrede gesucht wird, anstatt sich darum zu kümmern, eine Lösung zu finden.

Ich hoffe, dass sich das bald ändern wird.

Suche keine Ausreden, suche eine Lösung!

Es ist nicht einfach nur ein Tier. Es ist dein Best Buddy, dein Familienmitglied, dein Herzenshund.

Unsere Hunde sind auf uns angewiesen und von uns abhängig. Geben wir unser bestes, damit wir ihm das glücklichste, gesündeste und längste Leben schenken können, das möglich ist.

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